So funktioniert ein Scan

Vier Fotos, jedes Mal auf dieselbe Weise aufgenommen – damit die KI immer sieht, was sie braucht, und Sie immer wissen, wie sehr Sie dem Ergebnis trauen können.

Ein einzelner Schnappschuss bei schlechtem Licht ist der Grund, warum Metallbestimmung per Foto einen zweifelhaften Ruf hat. IsItGOLD? macht keine einzelnen Schnappschüsse. Die App führt Sie durch vier bestimmte Fotos, leitet Sie beim Ausrichten jedes einzelnen an, bewertet jede Aufnahme, bevor sie gesendet wird, und zeigt Ihnen danach genau, was die Konfidenz beeinflusst hat. Sie lehnt nie ein Foto ab – aber sie gibt ein schlechtes nie als gutes aus.

Die vier Aufnahmen

Jede beantwortet eine Frage, die die anderen nicht beantworten können.
  1. Foto 1: Von oben

    Das ganze Stück, flach, etwa zwei Drittel des Bildes ausfüllend. Hier liest die KI Form, Farbe und Machart ab – und hier ermittelt sie die Größe, wenn Sie ein Referenzobjekt dazugelegt haben.

    So geht’s: Schlichte, matte Unterlage. Tageslicht von einem Fenster oder eine Lampe von der Seite. Das Handy waagerecht über dem Stück halten.

  2. Foto 2: Schräg

    Um 30–45° geneigt, sodass das Licht streifend über die Oberfläche fällt. Abnutzung, Lötnähte, an den Kanten durchscheinende Plattierung und der Unterschied zwischen gegossener und geprägter Arbeit zeigen sich hier und nirgendwo sonst.

    So geht’s: Gleicher Platz, gleiches Licht. Das Stück neigen, nicht das Handy. Ein kleiner Glanzpunkt ist in Ordnung; ein weißer Fleck ist eine Spiegelung – etwas verschieben.

  3. Foto 3: Nahaufnahme des Stempels

    Der Stempel – 585, 750, 925, PT950, ein Hersteller- oder Verantwortlichkeitszeichen – ist der stärkste Beleg, den ein Foto liefern kann. Wird er gelesen, wird der Feingehalt von einer Annahme zu einer Tatsache, und die Konfidenz steigt mit.

    So geht’s: So nah, wie Ihre Kamera noch scharfstellen kann, mit dem Stempel mittig im kleinen Quadrat. Ins Licht neigen, bis die Zahlen deutlich hervortreten. Kein Stempel? Geben Sie das an und machen Sie weiter – die Bewertung bekommt dann nur keinen Bonus.

  4. Foto 4: Rückseite

    Die Rückseite eines Anhängers, die Innenseite eines Rings, die andere Seite einer Münze. Beschläge, Verschlüsse und Stecker sind oft aus einem anderen Metall als die Vorderseite, und eine Münze wird anhand beider Seiten bestimmt.

    So geht’s: Bei den meisten Schmuckstücken optional, bei Münzen nötig. Gleicher Bildausschnitt wie bei der ersten Aufnahme.

Licht

Tageslicht von einem Fenster oder eine einzelne Lampe von der Seite. Nie die Handytaschenlampe senkrecht von oben – sie macht alles flach und spiegelt.

Bildausschnitt

Ein Quadrat im Sucher zeigt, wo das Stück liegen soll. Füllen Sie etwa zwei Drittel davon aus. Live-Hinweise sagen Ihnen, wann Sie näher heran, weiter weg oder ruhiger halten sollten.

Qualitätswert

Nach jeder Aufnahme sehen Sie eine Punktzahl von maximal 100 und die Gründe dafür – unscharf, Spiegelungen, unruhiger Hintergrund. Nehmen Sie das Foto neu auf oder verwenden Sie es trotzdem. Sie entscheiden.

Das Referenzobjekt

Optional – aber es macht aus einer geschätzten Größe eine gemessene.

Eine Handykamera weiß nicht, wie groß etwas ist. Legen Sie bei der ersten Aufnahme einen Alltagsgegenstand bekannter Größe neben das Stück, dann kann die KI das Stück daran messen. Die App fragt, welchen Sie verwendet haben:

  • Bankkarte85,6 mm lang (ISO/IEC 7810 ID-1)
  • 2-€-Münze25,75 mm Durchmesser
  • 1-€-Münze23,25 mm Durchmesser
  • US-Quarter24,26 mm Durchmesser
  • KalibrierpapierA4 oder US Letter, mit 5-mm-Raster und Farbtafel

Das Kalibrierpapier zum Ausdrucken

Ein Blatt in A4 oder US Letter mit zwei Zonen, eine für kleine und eine für größere Stücke. Jede hat einen 5-mm-Schachbrettrand und Eckcodes für Größe und Linsenverzerrung sowie eine Farbtafel, an der die KI das Licht beurteilen kann – so lässt eine warme Lampe Weißgold seltener gelb aussehen. Drucken Sie es in Farbe auf 100 % – nie „An Seite anpassen“ – und prüfen Sie vor der Verwendung den Bankkarten-Umriss auf dem Blatt.

Kalibrierpapier herunterladen

Was die Konfidenz beeinflusst

Die Konfidenz, die Sie sehen, ist kein Bauchgefühl der KI. Sie ist ein Wert mit nachvollziehbarer Herleitung, und die App zeigt Ihnen diese Herleitung.

Erhöht sie

  • Ein Referenzobjekt in der ersten Aufnahme+5

    Die Größe wird gemessen statt geschätzt.

  • Ein Stempel, den die KI lesen konnte+8

    Der Feingehalt wird vom Stempel abgelesen statt angenommen.

Senkt sie

  • Nur ein Foto−10, und die Konfidenz ist auf 79 begrenzt

    Ein einzelner Blickwinkel zeigt weder Abnutzung noch Kanten noch die Rückseite.

  • Kein Gewicht angegeben−10

    Ohne Gewicht muss der Wert anhand der Größe geschätzt werden.

  • Keine oder nur eine sehr kurze Beschreibung−12 / −6

    Woher das Stück stammt und was Sie schon wissen, grenzt die Suche ein.

  • Fotoqualität unter dem Richtwert−7 unter 80, −15 unter 60

    Jede Aufnahme wird vor dem Senden auf Schärfe, Belichtung, Spiegelungen, Bildausschnitt, Hintergrund und Farbstich bewertet.

  • Keine Nahaufnahme des Stempels−8

    Der stärkste einzelne Beleg fehlt.

  • Kein Referenzobjekt−6

    Der Maßstab muss allein aus den Fotos geschätzt werden.

  • Massiv oder plattiert nicht erkennbar−5

    Ist die Oberflächenbehandlung unklar, ist es auch der Wert.

Die eigene Einschätzung der KI bildet den Ausgangspunkt. Die obigen Anpassungen werden auf unseren Servern angewendet, jedes Mal auf dieselbe Weise, und das Ergebnis bleibt immer im Bereich von 1 bis 100. Jedes Scanergebnis listet auf, welche davon angewendet wurden.

So wird der Wert berechnet

Gewicht, Feingehalt und der heutige Preis pro Gramm – nichts Verstecktes.

Gewicht. Das Gewicht, das Sie angeben, hat Vorrang. Ohne Angabe schätzt die App es anhand der Größe des Stücks und der Dichte des Metalls – deshalb ist das Referenzobjekt wichtig, und deshalb ist eine Küchenwaage der günstigste Weg, die Schätzung genauer zu machen.

Feingehalt. Wird vom Stempel abgelesen, wenn es einen gibt (585 entspricht 14 Karat, 750 entspricht 18 Karat, 925 ist Sterlingsilber), andernfalls aus dem Aussehen des Stücks angenommen und als Annahme gekennzeichnet.

Preis. Der aktuelle Marktpreis pro Gramm reinen Metalls, mehrmals täglich abgerufen. Gewicht × Feingehalt × Preis ergibt den Metallwert. Die Spanne darum wird breiter, je niedriger die Konfidenz ist.

Vergoldet und Doublé. Ein vergoldetes Stück wird nach seinem Grundmetall bewertet, nicht nach seiner Farbe. Ein Doublé-Stück wird nach dem kleinen Goldanteil bewertet, den es tatsächlich enthält. Kann die App das nicht erkennen, sagt sie es – und die Konfidenz sinkt entsprechend.

Wie genau ist das?

IsItGOLD? gibt Ihnen eine fundierte Schätzung, keine Laboranalyse. Kein Foto kann die Dichte messen oder einen Säuretest durchführen, und keine App sollte das behaupten. Das geführte Verfahren macht die Schätzung so gut, wie ein Foto es erlaubt, und macht ihre Konfidenz ehrlich: Sie steigt nur, wenn die Belege es hergeben.

Das reicht meist, um zu entscheiden, ob sich der Weg zum Juwelier lohnt. Für Versicherungen, Verkäufe in größerem Umfang oder alles rechtlich Verbindliche holen Sie ein professionelles Gutachten ein – das sagt Ihnen die App auch bei jedem Ergebnis.

Den vollständigen Hinweis zur Genauigkeit finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Probieren Sie den geführten Scan aus.

Vier Fotos, drei Minuten und eine Zahl, der Sie vertrauen können.